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Ist das Coronavirus eine Biowaffe?

Ist das Coronavirus eine Biowaffe? Wurde es in einem Labor entwickelt und bewusst freigesetzt? Soll im Zuge der Pandemie eine Währungsreform durchgesetzt werden? Will man gar die Reduktion der Weltbevölkerung?

In Krisenzeiten haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Eine rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 meint, dass es in einem Biowaffen-Labor entwickelt wurde und nicht durch natürliche Mutation eines bekannten Coronavirus entstanden sei. Beides ist denkbar, aber was entspricht den Tatsachen? Wir können die Theorie weder beweisen noch widerlegen. Letztendlich bleibt es dem Einzelnen überlassen, was er glauben will. Der Wahrheit kann er sich trotzdem nicht gewiss sein. Es ist wie mit so vielen Verschwörungstheorien: Man kann sie im Kopf ersinnen und darüber debattieren. Die Möglichkeit einer Überprüfung anhand von Fakten ist jedoch meistens nicht gegeben. Man findet nur Hinweise, aber keine Beweise. Somit bleibt es bei haltlosen Vermutungen.

Aber nicht alle Verschwörungstheorien sind bloße Hirngespinste. Manche sind leider wahr und bewiesen. Dass Staaten Terroranschläge fingieren um Kriege anzuzetteln, ist historisch eindeutig belegt. Dass Krisen ausgenutzt werden, um Freiheitsrechte einzuschränken ist auch traurige Wahrheit. Dass Pandemien zur Geschäftemacherei missbraucht werden, ist spätestens seit der Schweinegrippe erwiesen.

Neben diesen echten Verschwörungen gibt es auch eine Menge blanken Unsinns, wie zum Beispiel die Behauptung, die Erde wäre flach. Bei der Beschäftigung mit Verschwörungstheorien geht es offensichtlich nicht immer um die Suche nach Wahrheit. Warum sollte man gegen jeden gesunden Menschenverstand und alle empirischen Beweise die Meinung vertreten, die Erde wäre flach? Hier geht es dem Ego nur darum, sich vom Mainstream abzuheben und das auf Kosten der Wahrheit. Nur weil eine Wahrheit allgemein anerkannt und vielleicht langweilig ist, ist sie deswegen noch lange nicht unwahr. Teenager verhalten sich ähnlich: In manchen Entwicklungsphasen sind sie grundsätzlich gegen alles, was die Eltern sagen, auch wenn das, was die Eltern sagen, durchaus Sinn macht.

Der Beschäftigung mit Verschwörungstheorien liegen vielfältige psychologische Motive zugrunde. Sie vermittelt den Eindruck, etwas durchschaut zu haben. Man scheint das Böse zu verstehen und dadurch mehr Kontrolle über das Unbeherrschbare zu gewinnen. Es werden Feindbilder aufgebaut, die es zu bekämpfen gilt. Verschwörungstheorien sind spektakulär. Sie befriedigen unsere Sensationslust. Das liegt in unserer menschlichen Natur. Warum schauen wir uns gerne Krimis, Thriller oder Horrorfilme an? Warum bleiben wir bei einem Autounfall stehen und schauen zu? Warum fasziniert uns das Grauen, das Dunkle, das Böse?

Jeder, der sich intensiv mit Verschwörungstheorien beschäftigt, sollte sich fragen: „Warum mache ich das eigentlich? Was ist mein Motiv? Will ich es besser wissen, als andere? Will ich die anderen aufrütteln, damit sie sich gegen die Verschwörung wenden und damit die Dinge zum Besseren wenden? Hat die Aufdeckung von Verschwörungen jemals zu einer Verbesserung geführt oder eine Verschwörung verhindert? Geht es mir wirklich um die Lösung des Problems oder ziehe ich einen Lustgewinn aus der Beschäftigung damit?”

Es gibt eine kollektive Lust an Schmerz und Ohnmacht. Die Wut gegen „die da oben”, die mit uns machen, was sie wollen, ist eine Form gemeinschaftlich empfundener Lust. Darum wählen wir immer wieder unsere eigenen Peiniger. Unterdrücker kann es nur geben, wenn es auf der anderen Seite diejenigen gibt, die sich unterdrücken lassen. Wir sind es so gewohnt. Würden Schmerz, Leid und Ohnmacht plötzlich wegfallen, würden wir das wie eine Entgrenzung erfahren. Wir hätten Angst uns zu verlieren. Deswegen halten wir an Schmerz, Unterdrückung und Ohnmacht fest. Sie sind uns vertraut.

Die Beschäftigung mit Verschwörungstheorien ist ein Spiel mit Ängsten. Ängste schränken das Bewusstsein ein und helfen, sich von anderen abzugrenzen. Das führt zu einer Scheinidentität, die viele nicht aufgeben wollen. Unterbewusst läuft ein Programm das sagt: „Ich bin meine Angst und wenn ich meine Angst nicht mehr habe, weiß ich nicht mehr, wer ich bin.” Das führt dazu, dass sich viele ihre Ängste gar nicht nehmen lassen wollen.

Das ist im Grunde Ausdruck einer kranken Seele. Eine heile Seele empfindet keine Lust am Leid, an Unterdrückung oder Schmerz. Eine heile Seele will Freiheit und Frieden. Wenn wir die Vollendung der Seele erlangen wollen, müssen wir diesen Mechanismus durchschauen und auflösen. Das Böse in der Welt ist eine willkommene Ausrede, warum man sich nicht um die eigene Seelenentwicklung kümmern kann. Man sagt: „Ich würde mich schon um meine Seelenentwicklung kümmern, wenn da nicht immer die Bösen wären, die mich daran hindern.”

Jeder muss sich fragen, was er eigentlich will: Geht es mir um einen Lustgewinn oder um die Vollendung der Seele? Beides gleichzeitig geht nicht. Du kannst entweder die lichtvolle oder die dunkle Seite unterstützen. Wo willst du dich einreihen? Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Es besteht die Gefahr, im Irrtum zu leben, man würde dem Licht dienen, wenn man Verschwörungen aufdeckt. In Wahrheit speist man die Dunkelheit mit seiner Energie und macht sie nur noch stärker.

Es gilt das geistige Gesetz, da wo du deine Aufmerksamkeit hinrichtest, da sendest du deine Energie hin und das stärkst du. Sich andauernd mit den Machenschaften der Dunkelseite abzugeben oder sie sogar bekämpfen zu wollen macht sie nur noch stärker. Auf diesen perfiden Trick fällt man leicht herein. Man wiegt sich im Glauben, etwas Gutes zu tun, aber in Wirklichkeit lacht sich das Böse ins Fäustchen. Anstatt frei zu werden, wird die Seele noch tiefer in den Kampf auf der irdischen und der Astralebene verwickelt. Der Weg nach oben in die höchste Ebene wird dadurch versperrt.

Wie kannst du dich nun in diesem Spannungsfeld zwischen gut und böse am besten verhalten? Das eine Extrem wäre, die Dunkelseite komplett zu ignorieren und so zu tun, als gäbe es sie gar nicht. Das wäre naiv. Viele gehen diesen Weg der Realitätsflucht und belügen sich so nur selbst. Die seelische Entwicklung kommt dadurch zum Stillstand. Wer die äußere Realität verweigert, verweigert auch seine innere Realität. Mit geschlossenen Augen kann man nicht vorwärts schreiten.

Das andere Extrem wäre, die Machenschaften der Dunkelseite akribisch zu analysieren und sogar dagegen anzukämpfen. Aus Sicht der Seele ist das die schlechteste Option. Damit wirst du Teil des bösen Spiels. Wenn du das tust, riskierst du deine seelische Gesundheit. Der beste Weg ist, über die Strategien der dunklen Seite Bescheid zu wissen, aber sich nicht auf sie einzulassen. So gibst du ihr keine Energie. Du vermeidest einerseits Naivität und andererseits Verwicklung.

Ein wirklich spiritueller Mensch sieht die Wahrheit als Ganzes, mit ihren angenehmen und auch unangenehmen Seiten. Er kennt den Unterschied zwischen, über etwas Bescheid zu wissen und sich darin zu verlieren. Wer die Vollendung der Seele will, kann diese nur erreichen, wenn er sich bewusst vom Dunklen abwendet und sich dem Licht zuwendet. Wer das Licht stärken will, muss sich auf das Licht ausrichten.

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Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

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Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Lieber Siegfried, sorry, ich schon wieder:::Was für ein toller Text!!! Ich bin Ihnen so dankbar, dass Sie dieses Thema angegangen sind! Ein Licht anzuzünden hat schon immer Dunkelheit vertrieben und es reichen auch schon kleine Lichter, wie zB. das Erkennen meines eigenen Wertes und meiner Kraft, Dinge zu bewegen, die mir am Herzen liegen.
    Als ich vor knapp 40 Jahren begann, mit Trauernden zu arbeiten, hatte mich das Leben ins Thema geschubst….seit frühester Kindheit…..Ich gab dann meinen Lehrerberuf auf und gründete meine erste Trauergruppe.
    Heute ist die Welt voll von Hospizen und Trauerbegleitern. Als ich begann, hatte ich Angst vor meiner verrückten Idee und dann hab ich auf den Mangel in der Gesellschaft geschaut und es einfach in der Erwachsenenbildung gestartet. Nun habe ich schon 20 Jahre Trauerbegleiter ausgebildet und in meiner kleinen Praxis auch Kindern gezeigt, wie sie selber in der Trauer und Angst ein Licht anzünden und sogar ein Licht sein können. Leider wird uns das in unserer Welt nicht von Kindesbeinen an beigebracht.
    Meinem Enkel habe ich erklärt, dass er ein Ü-Ei ist, das er nun ein Leben lang auspacken darf und wie wichtig dabei die Neugier ist, sich auszuprobieren!
    Von Herz zu Herz grüßt Sie
    Renate Felicitas Hartjenstein

  2. Ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag!
    Einer der besten Beiträge zum Thema, den ich die letzten Wochen gelesen habe.
    Ich empfand es als wirklich anstrengenden Spagat, die vielen Informationen, die teilweise diametral entgegen gesetzt sind, aufzunehmen, zu verarbeiten, mir meine Meinung zu bilden und mich dabei nicht zu verlieren…
    Der Artikel hat mich wieder „eingenordet“ .
    Lieben Dank dafür!

  3. Höre in positiver Stimmung Deine feine, innere Stimme in Dir und folge ihrem nicht immer bequemen Weg. Damit können wenig Worte vieles sagen. Man muß es Tun! Erich Maier

  4. Ich danke Ihnen sehr für diese wunderbare, beruhigende Stellungnahme in dieser besonderen Zeit. In meiner bisherigen Erleben auch durch die Medien wurde so deutlich die Polarität in der wir leben. Wie anstrengend dies auch ist.
    Eine wunderbare reife Lösung, wenn man es immer mal schafft über der Dualität sich zu befinden, durch Meditation und Naturerfahrung u.a. auch außerhalb von besonderen Situationen.
    Herzliche Grüße aus Marburg

  5. Lieber Siegfried,

    dein letzter Newsletter hat mir sehr geholfen, danke für alles. Du hast so recht, fast hätte ich mich in diesen Geschichten die gerade laufen verstrickt, durch deinen Newsletter und dir, ist mir alles klar geworden. Wegschauen, nein, aber in diesem Sumpf versinken, das ist das schlechteste was man tun kann, man gibt der dunklen Seite Energie.

    Es war der letzte Wink den ich noch gebraucht habe, ab jetzt genieße ich die Tage anders, weil jeder Tag ein Gottesgeschenk ist.

    Liebe Grüße
    Jürgen

  6. Lieber Siegfried,
    danke für deine wieder sehr klare und aufbauende Aussage zu diesem Thema. Es ist immer sehr beruhigend und stärkend, deine Artikel zu lesen und gibt viel Kraft, diesen Weg mit Liebe und Geduld weiterzugehen. Herzlichen Dank für ALLES und liebe Grüße Gitti

  7. Lieber Siegfried.
    wie wunderbar formuliert- herzlichen Dank, Du sprichst mir so aus der Seele!
    Du und Gaby seid ein großartiger Segen für die Menschen, welche jetzt in sich auferstehen wollen. Wir wissen LICHT LÖSCHT SCHATTEN!
    Also erlösen wir den Schatten in uns und lassen das Licht auch nach Außen strahlen.
    Gemeinsam schaffen wir das!
    ALLES ERDENKLICH LIEBE FÜR DICH UND GABY
    Von Herzen Ida.

  8. eine sehr wichtige übung ! ich darf und will mich nicht in die bösen machenschaften anderer vertiefen und bekämpfen und ihnen dadurch meine wertvolle kraft, sowohl körperlich als auch geistig zuzuspielen. im gegenteil für sie beten und sie auf keinen fall hassen.

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