Überspringen zu Hauptinhalt
Wir sind multidimensionale Wesen

Wir sind multidimensionale Wesen

Wir Menschen betrachten uns gewöhnlich als physische Wesen, die in einer materiellen Welt leben. Mit unseren Augen sehen wir Materie, mit unseren Händen bewegen wir Materie, durch Nahrung nehmen wir Materie in unseren Körper auf. Über viele Jahre gewöhnen wir uns an diese körperliche Existenz, so dass sie zur Selbstverständlichkeit wird. Dabei vergessen wir leicht, dass wir viel mehr sind als nur Körper. Er ist es nicht, der denkt, fühlt und die Umwelt bewusst wahrnimmt. Aber was ist es dann?

Existenzebenen des Menschen

Das Besondere am Menschsein ist, dass wir offensichtlich auf mehreren Ebenen gleichzeitig existieren. Die dichteste davon ist die physische Ebene, die wir durch unseren materiellen Körper erfahren. Die unbelebte Materie wird von etwas, das man den Vitalkörper nennen könnte, belebt. Durch ihn wird biologisches Leben erst möglich. Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel und alle Sinnesempfindungen wie Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken werden über den Vitalkörper geregelt. Er bildet das unsichtbare Gegenstück zum materiellen Körper und steht mit ihm über das Nervensystem in Verbindung. Man kann es sich ähnlich einem Stromnetz vorstellen: Die Kabel sind sichtbar, der Strom selbst nicht, aber die Energie ist dennoch vorhanden. Alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen haben einen Vitalkörper.

Die nächste Ebene bildet der Astralkörper. Dieses Konzept ist keine Erfindung der modernen Esoterik. Es wurde schon vor etwa 2400 Jahren vom griechischen Philosophen Platon formuliert. Die Neuplatoniker bezeichneten den Astralkörper auch als „Seelenfahrzeug“. Im ihm befinden sich die zwei großen Zentren unserer geistigen Tätigkeit: Im Bereich des Herzens sitzt das Gefühlszentrum. Es verbindet uns mit der Dimension der feinstofflichen Welt, in der die Vielfalt der Gefühle in körperloser Form vertreten sind. Wenn wir zum Beispiel Liebe empfinden, geht sie von der Herzregion aus und erfüllt von dort aus unser ganzes Wesen.

Das zweite Zentrum sitzt im Kopf. Über unser Denken betreten wir das Reich des Nous, wie die griechischen Philosophen die Dimension des Intellekts nannten. Dort befinden sich alle mentalen Konzepte. Die gewaltige Vielfalt der Gedanken und Ideen bildet ein geistiges Universum, in dem wir uns bewegen, je nachdem, was wir gerade denken. In Herz und Kopf kommt die Polarität des menschlichen Wesens zum Ausdruck: Das Fühlen entspricht dem weiblichen, das Denken dem männlichen Aspekt. Alle diese feinstofflichen Anteile, Vitalkörper, Astralkörper, Gefühlszentrum und Denkzentrum bilden unsere individuelle Seele.

Zwischen Körper und Seele verläuft eine Dimensionsgrenze. Während der Körper der materiellen Dimension angehört, ist die Seele Teil der geistigen Dimension. Bei der Geburt kommt es zur wundersamen Verbindung dieser beiden scheinbar gegensätzlichen Seinsebenen. Wir finden uns plötzlich in einer physischen Welt wieder. Zuerst ist sie uns fremd und wir brauchen Jahre des Erfahrens und Lernens, bis wir uns in ihr orientieren können, doch mit der Zeit wird sie uns vertrauter und wir finden uns in ihr immer besser zurecht.

Verschiedene Arten spiritueller Erfahrung

Der Eintritt der Seele ins Menschenleben eröffnet ihr bisher unbekannte Erfahrungsmöglichkeiten. Über das „Werkzeug“ des Körpers kann sie mit der physischen Außenwelt interagieren. Sie empfindet sich als ein physisch beschränktes Wesen, hat aber gleichzeitig Zutritt zu geistigen Dimensionen. Wo sie sich aufhält hängt davon ab, womit sie sich gerade beschäftigt. Wenn wir eine handwerkliche Tätigkeit ausüben, erfährt die Seele in diesem Moment die materielle Dimension. Die Seele ist ursprünglich nur die geistige Welt gewohnt, aus der sie kommt. Die dichte Physis zu erleben fasziniert sie. Sehr gut lässt sich das bei Kindern beobachten, wenn sie mit großer Neugier die Welt erforschen.

Die Seele kann sich aber auch in die Sphäre des Intellekts begeben. Wenn ein Erfinder eine neue Maschine entwickelt, dann betritt er die Welt des Nous. Dort sind alle Ideen und Lösungen schon vorhanden. Der Erfinder ergreift mit seinen Gedanken eine bereits vorhandene Idee. Diese plötzliche Eingebung erlebt er als Geistesblitz. Er holt sozusagen mit Hilfe seiner Gedankenkraft eine Idee aus der geistigen Welt in die physische Welt und kann sie hier, zum Beispiel in Form einer Maschine, materialisieren. Alles Menschengeschaffene, was Sie um sich herum sehen, musste zuvor im Geistigen erdacht werden, bevor es durch die Arbeit vieler Hände sichtbar wurde.

Genau so ist es der Seele möglich, sich in emotionale Welten zu begeben. Denkt sie an einen geliebten Menschen, dann begibt sie sich in die Dimension der Gefühle. Sie spürt die Liebe zu dieser Person, ohne dass diese anwesend sein muss. Die bewusste Ausrichtung der Gedanken genügt.

Die Seele kann sogar für kurze Zeit die physische Welt verlassen und sich zurück in die geistige Welt begeben, ohne dabei den Körper gleich ablegen zu müssen. Wir tun das praktisch jede Nacht, wenn wir träumen. Unser Bewusstsein ist im Traum vollständig von der physischen Welt abgezogen. Wir erleben eine andere, rein immaterielle Realität.

Das ist auch in der Meditation möglich, wenn wir die körperlichen Sinne verschließen und unsere inneren seelischen Prozesse beobachten. Welche Gedanken kommen da? Welche Bilder zeigen sich? Welche Gefühle tauchen auf? Es dauert nicht lange, bis sich ein Strom innerer Eindrücke ergießt. Je mehr wir uns darauf einlassen, desto weiter entfernen wir uns von der Physis und desto tiefer tauchen wir in unser Selbst ein. Ganz neue Welten tun sich dadurch auf.

Manchen Menschen ist es sogar möglich, sich mit dem Astralkörper vorübergehend vom physischen Körper zu lösen (außerkörperliche Erfahrung). Während dieser regungslos auf dem Bett liegt, kann sich das „Seelenfahrzeug“ frei bewegen. Da man sich außerhalb des materiellen Körpers befindet, stellen geschlossene Türen oder Wände keine Hindernisse mehr dar. Im Astralkörper ist es auch möglich zu schweben oder zu fliegen, wie das auch manchmal sehr plastisch in Träumen erlebt wird.

Die höchste spirituelle Erfahrung, derer ein Mensch fähig ist, ist die Verschmelzung mit dem Einen, auch Erleuchtung, Samadhi oder Mystische Hochzeit genannt. Worte können diese Erfahrung nicht angemessen beschreiben. In ihr überschreitet das menschliche Ich-Bewusstsein seine engen Grenzen und dehnt sich auf das endlose Bewusstsein aus. Es wird mit ihm eins wie ein Wassertropfen, der im Ozean aufgeht. Darin liegt das Ziel jeder spirituellen Entwicklung. Im Verlauf der Geschichte wurde diese Erfahrung schon vielen Menschen zuteil. Manche sind als Mystiker oder Heilige bekannt, doch grundsätzlich kann jeder Mensch, ohne Ausnahme, Erleuchtung erlangen.

Durch diese Beispiele wird deutlich, dass wir nicht zwangsläufig an die materielle Welt und unseren Körper gefesselt sind, wie viele irrtümlicherweise annehmen. Die Türen in andere Dimensionen stehen uns jederzeit offen. Wir sind Wanderer zwischen den Welten und wenn wir wollen, können wir uns auf viele spannende Reisen begeben…

AstralkörperAusserkörperliche ErfahrungKörperMultidimensionalitätPolaritätRealitätSeele

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren

»Vollendung der Seele« Was ist damit gemeint?

Meditation, Philosophie, Realität, Spiritualität

Was Sie hier lesen, ist die Essenz meiner fast 30 Jahre lang währenden Suche nach…

Weiterlesen
Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Hallo lieber Siegfried,

    toll geschrieben. Endlich wird dieses schwierige Thema einmal leicht verständlich dargestellt. Danke dafür. Es wird vielen Menschen helfen, zu verstehen, was es bedeutet, „Mensch zu sein“. So kann jeder nachvollziehen, wie er in der Physis und auch in der geistigen Welt zuhause ist.

    Liebe Grüße Uli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen
Mit dem kostenlosen Newsletter informieren wir Sie einmal pro Woche unverbindlich über unsere Neuigkeiten.
NEWSLETTER
Jetzt anmelden
Wir respektieren Ihre Privatsphäre und geben Ihre E-Mail-Adresse nicht weiter!
NEWSLETTER
Mit dem kostenlosen Newsletter informieren wir Sie einmal pro Woche unverbindlich über unsere Neuigkeiten.
Wir respektieren Ihre Privatsphäre und geben Ihre E-Mail nicht weiter!
Jetzt anmelden
Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Mit einem Freund teilen