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Was du suchst, findest du in dir

Dieser Beitrag wurde durch einen Ausspruch des großen persischen Mystikers Rumi inspiriert. Über seine Suche schrieb er:

Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.

Am Beginn einer jeden spirituellen Suche steht ein vages Gefühl von Unvollkommenheit. Irgendetwas scheint zu fehlen, ohne dass der Suchende genau sagen könnte, was es ist und wo es zu finden wäre. Die Lücke in seiner Seele schmerzt, sie muss geschlossen werden, damit er sich wieder ganz fühlen kann, doch womit?

Rumi beschreibt in diesem Aphorismus in wenigen Worten seine Gottsuche. Sie begann in den großen Religionen, dem Christentum, dem Hinduismus und dem Islam. Weitere Religionen könnten dem hinzugefügt werden. Sie sind voll von Symbolen, Ritualen und Bildern. Die Christen haben ihr Kreuz und ihre Kathedralen, die Hindus ihre Pagoden, die Muslime ihre Kaaba, die Juden ihre Klagemauer, usw. Doch findet die Seele in den äußeren Aspekten der Religionen dauerhafte Befriedigung? Es kann ein erhebendes Gefühl sein, eine Kathedrale zu betreten oder einer religiösen Zeremonie beizuwohnen, aber ist es das, was die Seele wirklich sucht? Früher oder später kommt die Leere wieder zurück. All diese Äußerlichkeiten konnten die innere Sehnsucht nicht erfüllen. Also geht die Suche weiter.

Nachdem die sinnlichen Erfahrungen der Religionen seinen Durst nicht stillen konnten, versuchte Rumi es in der Natur. Doch auch in den „Bergen und Tälern“ konnte er nicht finden, wonach er suchte. In der heutigen Zeit wenden sich viele spirituelle Sucher Naturreligionen wie dem Schamanismus zu. Sie meinen, das Göttliche in der Natur finden zu können, doch diese ist nur eine Manifestation, ein physisches Abbild des Absoluten. So besteht, ähnlich wie in religiösen Ritualen, die Gefahr, sich in der Vielfalt der äußeren Erscheinungen zu verlieren und das Wesentliche dahinter nicht zu erkennen.

Nachdem Rumi die Religionen und die Natur hinter sich gelassen hatte, versuchte er es über den Verstand. Vielleicht könnte ein mentales Erfassen des Göttlichen Befriedigung bringen, doch auch die „Gelehrten und Philosophen“ konnten seine Sehnsucht nicht stillen. Die Suche im Außen und im Verstand war erfolglos. Alles, was ihm jetzt noch blieb, war, den Blick nach innen, in sein eigenes Herz zu wenden. Dort schließlich fand er, wonach er so lange gesucht hatte: Gott in seinem Inneren und damit Liebe, Friede, Erfüllung und Glück. Endlich war er am Ziel seiner langen Suche angekommen.

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Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

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