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Werden Sie fremdbestimmt?

Ein wesentlicher Teil der geistigen Entwicklung besteht darin, sein eigenes Sein und Leben zu ergründen. Wir wollen verstehen, wie wir „funktionieren“ und warum wir gewisse Erfahrungen machen. Früher oder später stoßen wir dabei auf die Frage, ob wir ein selbstbestimmtes Leben führen oder ob wir fremden Einflüssen unterliegen, die uns unter Umständen gar nicht bewusst sind. Tatsächlich kommt es vor, dass wir fremdbestimmt werden. Woran kann man das erkennen? Wenn wir das Gefühl haben, am eigentlichen Leben vorbei zu leben, wenn wir Gedanken denken, die uns nicht vertraut sind, wenn wir Worte sprechen, bei denen wir uns im Nachhinein fragen, warum wir so etwas gesagt haben, dann sind das Hinweise darauf, dass wir fremden Einflüssen unterliegen. Das kann dazu führen, dass wir wie fremdgesteuerte Roboter agieren und Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollten. Wie könnte es sonst sein, dass an und für sich friedliebende Menschen in den Krieg ziehen um andere Menschen zu töten, nur weil es der Wille eines obskuren Führers oder Regimes ist. Wer bewusst oder unbewusst nach den Vorgaben anderer oder einer aufoktroyierten Ideologie denkt und handelt, ist nicht frei. Ziel jeder wahrhaftigen geistigen Entwicklung sollte sein, sich seiner Gedanken, Worte und Taten voll bewusst zu sein.

Was also tun, wenn man feststellt, dass man Fremdeinflüssen unterliegt? Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass der Wille der entscheidende Faktor ist. Damit es zu einer Fremdbestimmung kommt, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss ein äußerer Wille Einfluss ausüben wollen und zweitens muss dies durch den eigenen Willen zugelassen werden. Nur wenn wir eine Tür für einen fremden Willen öffnen, kann es zur Fremdbestimmung kommen. Das heißt, jeder, der sich als Opfer von Fremdbestimmung sieht, hat dem bewusst oder unbewusst zugestimmt. Der Fremdbestimmte ist an seiner Situation nie ganz unbeteiligt. Das ist einerseits ernüchternd, andererseits liegt darin jedoch auch die Lösung: Jeder Mensch hat es letztlich selbst in der Hand, sich aus Fremdbestimmung wieder zu befreien. Dazu ist es notwendig, diese Tür wieder zu schließen, um unerwünschten Einflüssen keinen Zutritt mehr zu gewähren. Mit Hilfe der Willenskraft können wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Das, worauf sie gerichtet wird, wird gestärkt. Deswegen wäre es der falsche Weg, sich ständig ängstlich zu sagen: „Ich glaube, ich werde fremdbestimmt“, denn gerade dadurch wird externen Einflüssen ein Einfallstor geöffnet. Das Beste, was wir tun können ist, unsere Aufmerksamkeit von Fremdenergien abzuziehen und sie auf die eigene innere Kraft- und Erkenntnisquelle zu richten. So beginnen wir aus dem eigenen Inneren heraus zu schöpfen. Dadurch werden wir von externem Input zunehmend unabhängig und somit auch unanfälliger für Manipulationen jeglicher Art.

FreiheitFremdbestimmungManipulationWille

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

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