Überspringen zu Hauptinhalt

Urlaub von der Physis

Wir Menschen sind multidimensionale Wesen, das heisst, wir existieren auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Mit unserem Körper existieren wir auf der materiellen Ebene, mit unserer Seele existieren wir auf der “Seelenebene”, die zwar nicht mehr materiell ist, aber dennoch Form, Raum und Zeit hat. Darüber hinaus existieren wir als “Geist” oder “höheres Selbst” in jener Ebene, in der es weder Form, noch Raum, noch Zeit gibt. Es ist die Ebene der Einheit, aus der alles stammt. Diese Einteilung wird der Komplexität der feinstofflichen Welten zwar in keinster Weise gerecht und ist extrem vereinfacht, doch für eine grobe Orientierung ist sie durchaus hilfreich. Obwohl all diese Ebenen gleichzeitig existieren und stets präsent sind, sind wir uns ihrer nicht gleichermaßen bewusst. Im Alltag bewegen wir uns fast ausschließlich auf der physischen Ebene. Ihr gilt unsere überwiegende Aufmerksamkeit. Wir sind von ihr so absorbiert, dass wir unsere seelische und geistige Natur ganz vergessen. Dabei sind es gerade unsere nichtmateriellen Anteile, die alles Materielle zum Leben erwecken. Materie kann sich selbst nicht wahrnehmen, das kann nur ein beseeltes Wesen. Die Seele blickt gewissermaßen durch die körperlichen Sinne auf die Physis. Wenn wir träumen, befinden wir uns für kurze Zeit gänzlich auf der Seelenebene. Wir nehmen eine gegenständliche Welt wahr, aber es ist eine andere als jene, die wir mit unserem Wachbewusstsein erleben.

Am wenigsten sind wir mit der höchsten Ebene unseres Seins vertraut, dem “höheren Selbst”, dem “Geist” oder dem “göttlichen Funken” in uns. Von dieser Ebene aus hätten wir den kompletten Überblick über unser gesamtes Sein. In ihr herrschen Weisheit, Güte und Frieden. Manchmal blitzt sie in uns auf. Wir nennen das dann “Intuition”, “Eingebung” oder “Erleuchtung”. In diesen hellen Momenten erscheint uns alles ganz klar. Alles fühlt sich stimmig und harmonisch an. Dann gibt es keinen Zweifel, keine Angst und Unsicherheit. Unser “höheres Selbst” steht “über den Dingen”. Wir alle haben das schon erfahren, manche öfter, manche seltener. Wer das einmal erlebt hat, möchte es gerne wiederholen, doch das “höhere Selbst” scheint sich nur zu zeigen, wie ein Blitz am Himmel. Man weiß nie genau, wann und wo dieser besondere Bewusstseinszustand auftritt. Doch es gibt Möglichkeiten, wie wir den Zugang zu unserem höheren Selbst erleichtern können. Welche der drei Ebenen wir gerade wahrnehmen liegt letztlich bei uns. Wir haben in der Hand, worauf wir unser Bewusstsein ausrichten. Es ist wie eine Taschenlampe in der Dunkelheit. Man sieht immer nur das, was gerade beleuchtet wird. Da wir unsere Aufmerksamkeit die meiste Zeit auf die physische Ebene richten, hat die geistige Ebene wenig Gelegenheit, sich zu zeigen. Wir fühlen uns dadurch abgetrennt von unserem wahren Sein. Um diese Trennung zu überwinden, müssten wir uns dem höheren Selbst gegenüber öffnen und ihm den gebührenden Raum schenken. Darin liegt das Wesen wahrer Meditation. Wir ziehen die Aufmerksamkeit bewusst von der Sinnenwelt ab und richten sie in unser Inneres, wo das Tor zu den geistigen Welten zu finden ist. Durchschreiten wir es, dann macht sich bald ein Einströmen positiver Energie bemerkbar. Wir nehmen das als ein friedvolles und heiteres Gefühl wahr. Sorgen, die uns eben noch belastet haben, treten in den Hintergrund. Auf Lebensfragen, die uns gerade besonders beschäftigen, erhalten wir Antworten, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Das alles sind klare Anzeichen dafür, dass wir nun in direkter Verbindung zu unserem höheren Selbst stehen. Das Gefühl des Abgetrenntseins verschwindet. Wenn wir uns dann wieder länger auf der Alltagsebene aufhalten, kommt es unweigerlich zurück. Das Tor zu unserem höheren Selbst steht uns jedoch immer offen. Wenn wir wollen, können wir in der Meditation jederzeit “Urlaub” von der Physis machen.

BewusstseinGeistHöheres SelbstMeditation

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren
Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen
Mit dem kostenlosen Newsletter informieren wir Sie einmal pro Woche unverbindlich über unsere Neuigkeiten.
NEWSLETTER
Jetzt anmelden
Wir respektieren Ihre Privatsphäre und geben Ihre E-Mail-Adresse nicht weiter!
NEWSLETTER
Mit dem kostenlosen Newsletter informieren wir Sie einmal pro Woche unverbindlich über unsere Neuigkeiten.
Wir respektieren Ihre Privatsphäre und geben Ihre E-Mail nicht weiter!
Jetzt anmelden
Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Mit einem Freund teilen